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ZWEITE VER/AEMRTE AUFLAGE
BAUAGÄRTNER'S BüCtIMANDLG. LEPZIG
EX LIBRIS
THE COOPER UNION
the gif t of
Dr. Alexander Sved
Druck von Fr. Richter in Leipzig.
L
inem deutschen Fürsten ist dieses Buch
gewidmet, dessen Herrscherthat neu ist in
der Kunstgeschichte. Grossherzog Ernst
Ludwig von Hessen ist ein Schöpfer von
Kunst im Gewerbe. Er adelt diese Tochter
des Volkes, indem er sie fördert, wie
früher nur die sogenannte reine Kunst gefördert worden.
Er will die Kunst, die das Leben ist, die leben hilft; die
angewandte Kunst, die das Nothwendige erfreulich, das
Bedürfniss zur Freude macht. Diese neue Gewerbekunst ist
nicht nur ein ästhetischer Gewinn, sondern auch eine
sociale Errungenschaft, wie etwa der Arbeiterschutz oder
die Altersversorgung. Sie gesteht allen Menschen das Recht
auf das Schöne zu. Kunst soll kein Vorrecht sein, nichts
Aristokratisches und nichts Demokratisches, sondern ein
Allgemeines, wie Luft und Licht. Diese Anschauung ist
sehr neu, vollends auf einem Throne. Ein Herrscher ver-
kündet seinem Volke, allen Völkern, dass man nicht vom
Brot allein lebt, dass auch die Kunst zu den ersten
V
Bürgerpflichten gehört, weil sie Freude an der
Erfüllung der übrigen schafft. Und dass die Kunst
den Bürger befreit, indem sie ihn seine eigene
Persönlichkeit finden lehrt. Das Kunstvolk der
Zukunft soll keine Herde mehr sein, sondern
jede Person eine Persönlichkeit in ihrem Ver-
hältniss zum Schönen, in ihrem Geschmack am
Kunstwerk. Dieser Fürst adelt die individuelle
Anschauung, die das conservative Herkommen
ablösen soll. Er selbst sieht und empfindet so
selbsteigen und will auch nur ebensolche Freie
um sich und unter sich haben. Darum setzt
dieser Erzieher ganz unten an, beim Handwerk,
das er mit Schönheit weiht und lehrt, sich auf
seinen wahren Sinn zu besinnen. Die Hand soll
nicht mehr Maschine sein, sondern mitempfinden,
miterfinden. Das Werk der Hand soll auch Werk
des Kopfes und Herzens sein. Dieser Fürst unter
seinen Künstlern, deren aller Element nie an-
gewandte Kunst, die bisher nichtfürstliche Kunst
ist — welch' neue, hochmoderne Erscheinung.
Ein Freier unter Freien, ein Persönlicher unter
Persönlichen, ein Geber und Nehmer von An-
regung, ein Wirker und Mitwirker zu gemein-
samer Harmonie des Schaffens. Wohl konnte
diesem Fürsten dieser Künstler dieses Buch
widmen.
Es enthält einiges von seinen Anfängen und
ersten Erfolgen. Ausgeführte Arbeiten zumeist,
dazwischen Träume, Gedanken, ja Stimmungen.
Oder ist es nicht das, wenn er „ Blumenlinien"
zeichnet, die den Kuss, die Liebe bedeuten
sollen? Zwei Linien, die sich lieben, sich küssen.
Zwei körperlose Bewegungen, die sich umarmen;
gleichsam die Lebenstriebe zweier Blumen, die
wieder an zwei Menschen erinnern. Der moderne
Künstler sieht tief in die Dinge hinein, durch
alle Dichtheit des Körpers skizzirt er ahnend,
VI
rathend ihre Seele. Und der nämlichen Phantasie
sind die einfachen eichenen Sessel im Speisesaale
der Villa Friedmann entsprungen. Unter den
vielen Sesseltypen, die jetzt ersonnen werden, ist
kaum etwas Einleuchtenderes zu finden.
Der moderne anwendende Künstler muss
Poet und Praktiker zugleich sein, dann ist er er-
finderisch und übersprudelt er von Neuem. Dann
kann er Kunst und Handwerk eigfenthümlich
und doch überzeugend verbinden. Dann ist er
eine Ursprünglichkeit, eine Persönlichkeit für
sich, denn die erste Erfindung, die das schöpfe-
rische Individuum unbewusst macht, ist doch:
es selbst. Die künstlerische Persönlichkeit ist ihr
eigenes Geschöpf.
Olbrich ist in diesem Buche ein solcher an-
wendender Künstler.
Da sind grosse und kleine Landhäuser, Wohn-
räume jeder Art, Grabmäler, das Modell einer
mosaicierten Sculpturenhalle, ein Kaffeehaus, be-
malte Thongefässe, Möbel, Entwürfe für Gürtel-
schnallen, gewebte Seidenbänder und Decken
mit Application, eine zierliche Vignette und ein
grossartiges Mausoleum am Meer. Nichts
Menschliches scheint dem Künstler fremd zu sein.
Aber in Allem ist er er selbst. Was er macht,
ist nicht englisch, belgisch oder japanisch, sondern
olbrichisch. Eine vertrauliche Mittheilung des
Künstlers, eine Selbstbekenntniss. Wer dieses
Buch durchsieht, kennt den Charakter seines
Urhebers und hat sich mit ihm befreundet.
Da ist Aufrichtigkeit, Selbstständigkeit und
Menschenfreundlichkeit. So ein Haus ist wie für
seinen Bruder gebaut. Er sorgt für den Insassen
mit einem wahren Scharfsinn des Gemüths, es
ist Liebe in einer solchen Stubeneinrichtung.
Ein schlechter Mensch oder einer, dem der
Nebenmensch gleich giltig ist, könnte gar nicht
VII
so bauen. Es ist Freude in diesen Dingen und
Absicht, Freude zu machen.
Als Architekt ist Olbrich vor Allem Raum-
poet. Baukunst ist ja Raumkunst, der Raum
der ideale, körperlose Rohstoff, den der Bau-
künstler modelt, wie der Bildhauer den Stein.
Schon darum erscheint der Baukünstler dem
Dichter, dessen Rohstoff der Gedanke ist, eigen-
thümlich verwandt. Beide handhaben und formen
das Ungreifbare. Die Raumkunst freilich hat
dieses Jahrhundert hindurch schwer gelitten,
denn allen Bauenden war eine bestimmte Anzahl
fertiger Formen auferlegt, in die der Raum
gleichsam gegossen werden musste. Was blieb
da für das Individuelle übrig? Wo es sich hervor-
wagte, wurde es als Verwilderung und Zucht-
losigkeit verpönt. Heute aber wird persönlich
gemalt, gemodelt und auch gebaut. Heute sind
wieder Raumdichter möglich, und Olbrich ist
einer. Schon seine Grundrisse lesen sich über-
sichtlich und intim zugleich wie ein Gedicht in
Strophen. Vollends betrachte man gewisse Ge-
mächer in seinen Häusern; es sind Raumdich-
tungen. Lyrische sogar, wie das Schlafzimmer
der Villa Friedmann mit den in Schlaf gesenkten
Veilchenhäuptern, die im veilchenblauen Holz-
werk geschnitzt sind, und dem Engel des Schlafes,
dessen Fittiche das Fensterpaar umrahmt halten,
und dem luftigen Birkenhain, der sich als lichte
Malerei um alle vier Wände zieht. Heute
sind Raumgedichte bereits möglich. Was man
die vier Wände oder gar vier Pfähle nennt,
die Raumprosa unserer Eltern und Grosseltern,
nimmt bei Olbrich ganz eigene Rhythmen an.
Er scheint im Kubischen des Raumes frei zu
phantasiren und gestaltet es in der grössten
Mannigfaltigkeit. Mauerwerk und Holzwerk ver-
mählen sich bei ihm in ganz organischer Weise
VIII
zu Bildungen, wie sie die landläufige Architektur
nicht kennt. Er gliedert den Innenraum durch
Einbauten aller Art, durch Untertheilungen,
Ecklösungen, Nischenbildungen, Durchblicke aus
einem Raum in den anderen, aus einer Farbe
in die andere. Er erweitert und erhöht ihn durch
helle Farbe der oberen Theile, durch kluges Ver-
bleiben in der Fläche. Ueberhaupt ist ihm die
Farbe eine starke Helferin; sie ist, wie er, im
deutschen Süden zu Hause. Seine Kunst, die
Hölzer zu tönen und zu schleifen, die Wände
zu bemalen und zu mustern, die Gläser zu färben
und zu bleien, hat kein Ende. Stets ist da der
Einfall bereit, dem Bedarf des Augenblicks zu
dienen. Der Instinct des richtigen Handgriffes,
des dienlichen Verfahrens macht diesen Künstler
auch zum Handwerker; er findet in sich Alles,
was zur Gesammtleistung gehört. So waren die
grossen Allesmacher von einst, die Erfinder und
Anwender von Fertigkeiten, die ihren Söhnen
als Erbe und ihren Töchtern als Mitgift zufielen.
Ein Olbrich'sches Haus ist ein lebender Or-
ganismus, und jeder Raum darin ein lebendes
Organ. Wie es wirkt und klappt, das ist seine
Erfindung; vom ersten bis zum letzten Nagel
zeichnet er Alles selbst und lehrt noch die Hand-
werker, ihre Werkzeuge auf neue Art zu ge-
brauchen. In der That, er erzieht ein neues Hand-
werk. Er emancipirt es von dem herkömmlichen
Druck gewisser Fabriken und Unternehmer.
Seine Fenster und Thüren sind nicht aus der
Fenster- und Thürenfabrik, seine Spiegel und
Rahmen nicht aus der Spiegel- und Rahmen-
fabrik, der Tapetenfabrikant und der Tapezierer
verlocken ihn nicht, ihre bewährtesten Papiere
aufzukleben und ihre beliebtesten Draperien auf-
zuhängen. Selbst die allmächtige Jalousienfabrik
muss ihm weichen. Jedes Einzelne bezeugt da,
IX
dass ein Kopf einen Gedanken gehabt hat und
eine Hand die Empfindung: für diesen Gedanken.
So ist auch der Hausrath in diesen Räumen
nichts Zufälliges, wie der Möbelmarkt es bietet.
Jedes Stück ist für die besondere Stelle und den
besonderen Zweck erfunden. Selbst in der Dach-
kammer, wo Anderen die geneigte Decke eine
Unbequemlichkeit ist, wird gerade sie Ver-
anlassung zu neuen Möbelformen, denen gerade
jene Schiefheit zu Gute kommt. Und wie die
Möbel zu Ort und Stelle passen, fügen sie sich
auch aneinander und ineinander. Sie bauen sich
zu ganzen Möbelgruppen zusammen, die wieder
mit ihrer Wand und Thüre, oder mit ihrer Ecke
verwachsen. Eine Ecke mit Bett, Bank, Nacht-
kästchen, Spiegel ist ein Stück. Oder ein Divan
mit seiner Nische und Handbibliothek, oder ein
Waschtisch mit Umgebung und allem Zugehör.
So formen sich die Räume in der That gleich
dem Gehäuse der Schnecke nach Natur und
Lebensweise des Bewohners. Sie bilden seine
natürliche Schale, in der er sich möglichst wohl
befindet und genau die Art von Behagen geniesst,
die ihm nach seinen Neigungen und Bedürf-
nissen frommt. Das Ergebniss ist eine Art von
Gemüthlichkeit, wie sie etwa das Väterschloss,
das Vaterhaus hat, überhaupt alles Angestammte,
sozusagen Angeborene. In solchen Räumen ist
man ganz zu Hause, sicher, Jedes an der rechten
Stelle zu finden, jedes Schlüsselloch sogar so
hoch, dass man sich nicht darnach zu bücken
braucht, und wäre es in der oberen Ecke einer
Schrankthüre. Der richtige moderne Architekt
baut nach der Statur und dem Charakter des
Bauherrn, ja nach dem Temperament und den
Nerven der Hausbewohner. Trägt doch in einer
dieser Villen sogar jede Thüre die hübsche In-
schrift: „Leise schliessen!"
X
Auch das gehört schliesslich zur Echtheit.
Bei diesem Schaffen ist Alles echt. Kein Stoff,
kein Geräth hat das geringste Falsch im Leibe.
Weiches Holz schämt sich seiner Weichheit nicht
und lässt sich nicht „hart" fladern, sondern sucht
mit Manier weich zu sein. Die Verkleidung einer
Heizvorrichtung spielt nicht die geschnitzte Truhe
oder den Marmorkamin, sondern gibt sich als
die Verkleidung einer Heizvorrichtung, ist aber
als solche hübsch. Und auch da, wo kein fremder
Blick hindringt, herrscht der nämliche Geist. In
Küche und Mägdezimmer, in Kartoffel- und
Kohlenkeller, in Heizhaus und Waschküche ist
gleichfalls Alles Gestaltung und Lösung. Auch
ein Pumpenhaus kann reizend sein; es soll das
sogar, denn es würde sonst das Auge beleidigen,
das vom zierlichen Söller darauf niederschaut.
An solcher Kunst ist Alles neu, sogar das
Alte und Uralte. Wenn man diese Häuser
Olbrich's betrachtet, ruft man unwillkürlich aus:
„Gottlob, es gibt also wieder Wände!" Wand-
flächen statt der gewohnten Löchersysteme mit
all der Unruhe von falschen Säulen, Pilastern
und Giebeln. Die Annehmlichkeit der Fläche
wird wieder empfunden, und die Reinheit der
Linie, die Feinheit der Curve. Wie viel Neues
ist da wieder zu machen. Die ganze Curven-
kunst der Modernen ist ja etwas Neues. Und
etwas Endloses, denn ihre zarte oder mächtige
Melodik ist nicht auszuschöpfen. Neue Linien-
züge, neue Gliederungen, neue Farbentöne in
neuen Gegensätzen oder Zusammenpassungen:
in alledem wühlt das moderne Talent.
Man denke sich einmal die Sache umgekehrt:
unsere Städte wären von jeher so gebaut, wie
Olbrich baut, und wir hätten nie etwas Anderes
gesehen, und plötzlich käme ein talentloses, aber
einflussreiches Baugeschlecht auf und über-
XI
schwemmte uns mit all den Bauformen, die wir jetzt that-
sächlich um uns sehen. Welch ein Entsetzen wäre das über
plötzliches Versiegen aller Schaffenskraft, Eintrocknen aller
Phantasie, V ersumpfen in Fälschung; und Schablonenthum.
Man würde jammern: die Kunst ist zu Grunde gegangen!
Heute nun ist man wenigstens so weit, dass man wieder
„Ideen" haben darf. Man darf wieder versuchen, zu leben.
LUDWIG HEVESI.
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ZWEITEkl- A\/FlA<aE
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Die vorliegende neue Auflage des Werkchens, wesent-
lich bereichert und ergänzt, entspricht vielfach ge-
äusserten Wünschen. Es haben darin meine neueren
Arbeiten auf architektonischem sowie kunstgewerb-
lichen Gebiete Aufnahme gefunden, und ist dadurch
die Tafelanzahl der ersten Auflage fast verdoppelt
worden. Den Besitzern der ersten Auflage wird auf
meine Anregung hin das neu hinzugekommene Ma-
terial seitens des Verlages auf Wunsch zu mässigem
Preise unter Beifügung einer entsprechenden Mappe
für sich besonders abgegeben werden.
Olbrich.
INHALT-
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HERKUNFT.
Sage mir einer, von wem ich stamme!
Meine Scheite lodern in EIGENER Flamme,
Aus MEINEM Forst sind die Stämme geschlagen,
MEIN Boden hat seine Bäume getragen.
Und ich weise jeden von meinen Grenzen,
Käm' er als Gaukler mit Sprüngen und Tänzen
Oder als punischer Hammerschwinger
Oder als salböltriefender Ringer.
Ich hab' an den Stämmen mein Eignerzeichen,
Sie fallen unter MEINER Tage Streichen.
Und wenn sie mich einmal im Sturz erschlagen:
Die Nachbarn im Geist werden nach mir fragen.
Zu ihnen bahnt' ich gehsame Wege,
Uber schäumende Flüsse schlug ich Stege
Und im Königsschmuck meiner Dichterbürde
Neigt' ich mich ehrend der älteren Würde.
RICHARD SCHAUKAL.
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FRIE5E- AV5- PER • VlUrA • FRIEDMANIN. B.
MOTIVE. FVR
G.
DETAIL- DER • WANDMALEREI • DE.5 •
^PEI5E-5AA1£5 • VILt-A- FRIEDMANN .
G.
MAI ~ OCTOBER 1901
I7IE AVSSTE U=VN6 17ER
KVNSTIER - KOLONIE
Plakat ■ Fv'R pie A^TEiy^HCj 1901
H.F.Jülte, Kunstansralt, Leipzig.
^KIZZE Ts/ EIWEAA ■ KAFE^AIPW
H. F. Jütle, Kunstansialt, Leipzig
N.
^KIZZE Z</ EJWE/W 5CNREIBTI5CH
H. F. JiiHe, Kunstanslalt, Leipzig.
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LASTER F('R CATCHT
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Li OVER FLÄCHE.
H F. Jütte, Kunstanstalt, Leipzig
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